Die Welt durch Kinderaugen zu sehen, schenkt uns frische Perspektiven und neue Handlungswege.
Ich wünsche mir resiliente Kinder, die in ihrer Kindheit feinfühlig und stärkend begleitet werden und in einer ungewissen Zukunft für ihre Rechte einstehen.
Von Anfang an.
Dafür braucht es Fachkräfte, die ihr eigenes Potenzial kennen, reflektieren und stetig weiterentwickeln. In meiner Arbeit erlebe ich immer wieder die Bereitschaft und Freude, mit der pädagogische Fachkräfte diese Herausforderung annehmen. Mit meinen Angeboten möchte ich Räume schaffen, in denen wir gemeinsam die Kinderperspektive einnehmen, Partizipation lebendig werden lassen und zugleich den Schutzauftrag von Erwachsenen im Blick behalten.
Durch meine beruflichen Erfahrungen bringe ich sowohl einen wissenschaftlichen fachbasierten Blick, als auch langjährige Praxiserfahrungen mit.
Mein Werdegang
Ich bin Erziehungswissenschaftlerin (M.A.), Dozentin für Organisationspädagogik (Universität Koblenz), zertifizierte Trainerin (Train-the-Trainer) und Multiplikatorin für die Reckahner Reflexionen. Ich blicke auf viele Jahre Praxiserfahrung mit und in Kindertageseinrichtungen und Grundschulen zurück, u.a. als Kita-Fachkraft und Mitarbeiterin in diversen Bildungsprojekten.
Aufgewachsen bin ich in einem kleinen Dorf, in dem ich früh erfahren durfte, dass Kinder eine Stimme haben. Als mir und einer Freundin der Spielplatz zu dreckig wurde, schrieben wir kurzerhand einen Brief an den Bürgermeister. Kurze Zeit später konnten wir zusehen, wie ein Bagger frischen Sand brachte.
Damals dachte ich: Erwachsene hören Kindern zu und lassen sie ihre Welt mitgestalten. Später erkannte ich, dass dieses Erlebnis eher die Ausnahme als die Regel ist.
Während meines Bachelorstudiums der Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Sozialpädagogik in Mainz hörte ich zum ersten Mal bewusst von Kinderrechten. Ich war irritiert – und gleichzeitig fasziniert: Wie konnte es sein, dass ich als Kind nie davon erfahren hatte?
Aus dieser Irritation wurde Begeisterung. Ich absolvierte ein Praktikum beim Deutschen Kinderhilfswerk in Berlin und unterstützte dort den Referenten für Kinderpolitik bei seiner Arbeit zur Umsetzung der Kinderrechte in Deutschland.
Meine Reise führte mich weiter nach Köln, wo ich meinen Master in Erziehungswissenschaft mit den Schwerpunkten Bildung und Förderung in der frühen Kindheit sowie Interkulturelle Kommunikation und Bildung abschloss.
Die internationale Perspektive ließ mich nicht mehr los. Angetrieben von der UN-Kinderrechtskonvention und dem Wunsch, mehr über globale Zusammenhänge zu lernen, studierte ich ein Semester an der University of Sydney in Australien.
Die Frühe Bildung hat mich schon immer fasziniert. Bereits in der Schule absolvierte ich Praktika in Kindertageseinrichtungen und Grundschulen und legte schließlich in meinem Studium meinen fachlichen Schwerpunkt auf die Altersgruppe von 0 bis 10 Jahren. Eine Entscheidung, die mich bis heute begleitet.
Durch Tätigkeiten in der Kinderbetreuung sammelte ich vielfältige Erfahrungen, sowohl in Deutschland als auch im internationalen Kontext, unter anderem in Irland, Neuseeland und Australien. Diese Einblicke in unterschiedliche Bildungssysteme und Erziehungsvorstellungen erweiterten meinen Blick und stärkten meine Begeisterung für die Vielfalt pädagogischer Arbeit.
Als pädagogische Fachkraft arbeitete ich in zwei Kindertagesstätten. Dort begleitete ich Kinder in ihrer Entwicklung, lernte meine eigenen Stärken und Grenzen besser kennen und schätzte zunehmend die vielfältigen pädagogischen Gestaltungsmöglichkeiten.
Meine berufliche Reise führte mich weiter zur Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, wo ich über mehrere Jahre in verschiedenen Bildungsprogrammen tätig war. Ich unterstützte Kindertageseinrichtungen, Grundschulen und außerschulische Lernorte unter anderem bei der alltagsintegrierten Sprachbildung sowie beim Aufbau von Forschungsräumen.
Mit einem Kopf voller Ideen gründete ich 2021 mit meiner ehemaligen Kollegin die Wandelwärts gUG, deren Co-Geschäftsführerin und Gesellschafterin ich wurde. In dieser Rolle plante und realisierte ich zahlreiche Projekte im Bereich der frühen Bildung und Kinderrechte. So entwickelte und erprobte ich im Projekt „Kinderrechte Kindgerecht“ kindgerechte Methoden zur Vermittlung von Kinderrechten in sechs Kindertageseinrichtungen in Köln und initiierte im Projekt „Voneinander Lernen“ einen internationalen Austausch zu Kita-Konzepten mit Einrichtungen in Niedersachsen und Dänemark. Darüber hinaus war ich für verschiedene Träger als Referentin tätig und gestaltete zahlreiche Fortbildungen und Fachtage – immer mit dem Ziel, pädagogische Qualität zu fördern, Kinderrechte zu stärken und Fachkräfte in ihrer wertvollen Arbeit zu unterstützen.
Mich begeistert, wie Menschen lernen und wie sie dabei begleitet werden können. Neben Kindern faszinieren mich auch Erwachsene und ganze Organisationen: Wie sie sich verändern und immer wieder neu ausrichten. In meiner Arbeit verbinde ich diese Ebenen und begleite mit Neugier, Struktur und einem tiefen Vertrauen in das Potenzial jedes Einzelnen.
Ich bin ausgebildete Trainerin in der Erwachsenenbildung (Train-the-Trainer, IHK) und habe über mehrere Jahre hinweg zahlreiche Workshops, Fortbildungen und Beratungsprozesse für pädagogische Fachkräfte in Kindertagespflege, Kindertageseinrichtungen und Ganztagsgrundschulen durchgeführt. Darüber hinaus unterstütze ich regelmäßig Konzeptions- und Teamtage zur Weiterentwicklung pädagogischer Konzeptionen oder zur Stärkung von Teamprozessen. Um meine Arbeit fachlich fundiert und wirksam zu gestalten, bilde ich mich kontinuierlich im Bereich der systemischen Beratung weiter.
Als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachbereich Organisationspädagogik an der Universität Koblenz (2020–2025) war ich unter anderem in der Lehre tätig. Über fünf Jahre hinweg konzipierte und leitete ich Seminare im Masterstudiengang „Organisationspädagogik“, insbesondere zu den Themen Organisationsentwicklung und -beratung. Derzeit promoviere ich im selben Fachgebiet.
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